Remembering the Three Jewels: Part 6 – deutsch (Elisabeth)

Rückbesinnung auf die 3 Juwelen Teil 6
Zusammenfassung von Elisabeth 1 – 56

1 – 11
Dharma der Schriften

Heute besprechen wir den Dharma, der manchmal als der Dharma der Schriften und der Dharma der Verwirklichung klassifiziert wird.
Der Dharma der Schriften umfasst die von heiligen Meistern geschriebenen Texte
und die Verwirklichung beschreibt die durch sie erreichte Qualität.

Der Dharma der Schriften wird in 2 Hauptbereiche geteilt:
1. die Aussagen von Buddha selbst „ka“(bka)
2. „tenchö“ (bstan bcos) die Kommentare von späteren Gelehrten.

Wir befassen uns mit dem Kommentar von Mipham Rinpoche „die süße Melodie des endlosen Glücks“.
Darin gibt es 4 Abschnitte: 1. Erklärung des Titels, 2. Erklärung der Huldigung des Übersetzers, 3. Kern des Textes und 4. Erklärung der Zusammenfassung.
3. Der Hauptteil des Textes hat 3 Unterabschnitte:
1. die guten Qualitäten Buddhas
2. die guten Qualitäten des Dharmas
3. die guten Qualitäten der Sangha

Über die guten Qualitäten Buddhas gibt es 2 Hauptthemen
1. Überblick über die guten Qualitäten Buddhas
2. die umfassende Erklärung dazu
Wir befinden uns nun bei der umfassenden Erklärung:
Beschreibung: 1. wie Buddha sich zum Wohle von anderen darstellt und
2. wie Buddha für sich selbst die guten Qualitäten des Verzichts und der Verwirklichung vervollkommnete.

Wie Buddha die guten Qualitäten des Verzichts erreichte, haben wir bereits besprochen.

12 – 19
Buddhas Qualitäten der Verwirklichung

Wir werden jetzt über Buddhas Qualitäten der Verwirklichung sprechen.
Dieser Abschnitt besteht aus 3 Teilen:
1. Wesen oder Essenz
2. Qualitäten
3. Funktion
Die Essenz besteht aus 2 Teilen:
1. zuerst ist sie umfassend und 2. dann ist sie tief.
Es heißt, Buddha verfüge über jede einzelne Form der Weisheit. Es sind 21 Gruppen von unbefleckten Dharmas und sie sind im Wesentlichen die Qualitäten von Buddhas Dharmakaya. Sie entstehen in Verbindung mit Weisheit.
Die 21 Gruppen werden im Text aufgezählt.
In der Sutra selbst bezieht sich die Aussage „seine Weisheit ist absolut vollständig“ auf diese Gruppen, Buddha erkennt oder versteht alles.

Es heißt, „Er verharrt in der Weisheit der Buddha Bhagavats, die in der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft erscheinen. Er verharrt im Ausgleich der selbstentstehenden Weisheiten von Ausdehnung und Untrennbarkeit.
Buddhas Weisheit ist immer der Dharmadhatu und das gilt für alle Buddhas.
Weil Buddhas Weisheit von der äußersten Sphäre, dem Dharmadhatu, nicht getrennt werden kann, nennen wir sie selbstentstehende Weisheit.

20 – 23
„Er verharrt nicht in Nirvana“

Er verbleibt in Nicht-Dualität von Samsara und Nirvana. Er hat alle Qualitäten der Weisheit, d.h. er hat die Qualitäten des Friedens und er hat die Qualitäten des Mitgefühls, er fällt aber auf keine der beiden Seiten.
Es heißt: „ dass er am Endpunkt des Authentischen selbst verharrt“. Er verbleibt nicht in Extremen Samsara, sondern in der endgültigen Möglichkeit (dem Endpunkt), in der Realität (der authentischen Situation) zu sein. Wir können sagen, dass der Buddha von nichts aus Samsara „festgehalten“ wird, auch wenn er großes Mitgefühl für alle Wesen hat und fortwährend zu ihrem Wohle handelt. Darum heißt es „er verharrt an einem vollständigen reinen Endpunkt“.

24 – 26
Funktionen seiner Qualitäten

Gleichsetzung von Samsara und Nirvana, die nicht in diesen beiden Extremen verharrt, ist der tatsächliche Weisheitskörper, Vajra Kaya. Buddhas Geist betrachten wir als zwei, drei oder vier Kayas(Körper), abhängig von speziellen Aspekten, die man unterscheiden kann.
Wir können die Körper Buddhas in der Sprache der Formdimension und der formlosen Dimension diskutieren, aber auch über die Form der drei Hauptdimensionen sprechen:
den Dharma-Körper Dharmakaya
den Segenskörper Sambhogakaya
den Emanationkörper Nirmanakaya
Es gibt auch noch einen vierten Kaya,
den selbstexistierenden Körper, den Svabhavikakaya.

27 – 34
Die fünf Weisheiten Buddhas
Die Weisheit des Dharmadhatus (chöying yeshe – chos dbyings ye shes)
Die spiegelgleiche Weisheit (melong yeshe – me long ye shes)
Die Weisheit der Gleichwertigkeit (nyamnyi yeshe – mnyam nyid ye shes)
Die alles unterscheidende Weisheit (so sor tokpe yeshe – so sor rtog pa´i ye shes)
Die alles vollendende Weisheit (ja drup yeshe – bya grub ye shes).

Es heißt: „die wahren Qualitäten der Größe des Körpers des Buddha (der Körper ist die Zusammensetzung aller dieser Qualitäten).
Die Qualitäten sind wirklich so, „wahr“, frei von Übertreibung oder Untertreibung.
Wir können zwei Arten zulässiger Wahrnehmung anwenden:
1. die fiktionale zulässige Wahrnehmung gehörend zur relativen Wahrheit
2. über die Fakten hinausgehende zulässige Wahrnehmung – die absolute Wahrheit.
1. die Vajra-Natur Buddhas ist dauerhaft, klar, bestimmt, unvergänglich und unzerstörbar. Sie breitet sich durch alle Zeiten, und den ganzen Raum aus. Sie manifestiert sich in alle Richtungen und in den drei Zeiten spontan und mühelos.
2. Wenn wir sie mittels absoluter gültiger Wahrnehmung einschätzen, dann können wir über Buddhas Qualitäten sagen, dass sie völlig jenseits aller derartigen Charakterisierungen, wie Dauerhaftigkeit oder Unbeständigkeit, liegt. Es ist die endgültige Natur, über die nichts gesagt oder ausgedrückt werden kann.

35 – 43
Begriff Leerheit

Nagarjuna erklärt: Wenn man feststellt, dass alles Erkennbare – alle Dinge, keine wahre Natur besitzen, also von leerer Natur sind, dann können sie nicht im geringsten nicht in die Grenzen eines einzelnen Atoms oder Augenblicks passen, auch wenn sich diese Dinge über unermessliche Zeit und durch unermesslichen Raum erstrecken.
Wo immer Leerheit möglich ist, ist alles möglich. Wo immer Leerheit nicht möglich ist, da ist nichts möglich. Das bedeutet, dass sich uns Dinge nur deshalb erschließen, weil sie leer sind.
Beispiele dazu im Text.

Die Manifestierung aller Erscheinungen in Raum und Zeit in zeitloser Einförmigkeit oder großer Gleichheit ist der Kernpunkt der Untrennbarkeit unter all denen, die den Weisheitskörper von den 4 Extremen befreit haben. Diese 4 Extreme sind das Kennzeichen dualistischen Denkens. Der Weisheitskörper der Buddhas hat sich von den 4 Extremen befreit und wenn wir das begreifen, werden wir die spezielle Sicherheit der wirklichen Zufluchtnahme erlangen. Wir müssen Sicherheit und Überzeugung aus der Tiefe unseres Herzens erzeugen.

Die 4 Extreme: Existenz, Nichtexistenz, sowohl Existenz als auch Nichtexistenz, weder Existenz noch Nichtexistenz.

Wenn wir eine dualistische Vorstellung haben, egal wie gut sie sein mag, sie wird Buddha nicht gerecht. Buddha muss ohne jeden ausschmückenden Gedanken, ohne jede Art von Dualismus sein.

44 – 56
Wenn man die zugrunde liegende grundsätzliche Gleichheit aller Phänomene versteht, das ist dann die Erinnerung an Buddhas Geist. Wir sprechen hier über eine große Gleichheit der Phänomene, basierend auf der zugrunde liegenden Natur der Leerheit. Wenn wir das verstehen, dann ist die Natur Tathagatas die Natur der fühlenden Wesen.
Wenn wir verstehen, was Buddha ist, wird sogar jeder kurze Gedanke an ihn großen Verdienst bringen.
Beispiele im Text. Nutzen und Verdienst
Wenn wir einmal den mit Buddha verbundenen Verdienst angehäuft haben, dann brauchen wir uns nicht mehr weiter bemühen, der Nutzen wird sich natürlich und mühelos einstellen. Das Ergebnis wird der mühelose Verdienst sein.

Um es leichter verständlich zu machen, können wir sagen, dass es Buddhas drei Geheimnisse von Körper, Rede und Geist sind, die Wohlbefinden und Segen für jeden bringen. Das ist nichts, was über die Kausalität, oder abhängiges Entstehen, oder Dharmata (wie die Dinge wirklich sind) hinausgeht. Es heißt, wenn wir die Qualitäten Buddhas vom Blickpunkt des abhängigen Entstehens aus begreifen, dann wird der daraus entstehende Nutzen unfassbar sein. Wir haben jetzt die Qualitäten von „Buddhas Körper“ besprochen, die Gesamtheit aller Qualitäten, seines Körpers, seiner Rede und seines Geistes. Solch eine Erinnerung bringt einen sehr großen Nutzen.

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