Remembering the Three Jewels: Part 5 a
Zusammenfassung (Lorenz)
1.-2.erleuchtete Motivation
Es wird zu Beginn zusammengefasst, dass mit Bodhicitta das Bemühen einhergeht, alle fühlenden Wesen aus dem Samsara zu befreien. Wir sollten unseren menschlichen Körper zu würdigen wissen und die damit verbundenen Vorteile, aber auch die Gefahren bedenken. Mit dieser Einstellung beschäftigen wir uns nun mit dem Buddha-Dharma und hier mit einem Kommentar.
3.-6. Buddha-Dharma und Wesen eines Kommentars
Ein Kommentar verfolgt die Absicht, das Wesen der Lehren leicht verständlich darzulegen. Der Verfasser dieses Kommentars ist Jamgön Mipham Rinpoche, der Ende des 19. und zum Beginn des 20. Jahrhunderts lebte.
7.-11. Hinweise zu den Gliederungen
Es heißt zu Ziffer 7: Der Kommentar selbst besteht aus vier Hauptthemen.
-Der erste Teil beschäftigt sich mit der Erklärung des Titels,
-der zweite mit der Erklärung der Huldigung durch den Übersetzer,
-der dritte Teil ist die Erklärung des Textes
-und der vierte ist das abschließende Kapitel.
Wir befinden uns nun im dritten Abschnitt mit wiederum 3 Teilen, die sich mit der Bedeutung des Textes befasst.
Die Erklärung der guten Qualitäten Buddhas besteht erneut aus drei Teilen:
einer allgemeinen, abgekürzten Erklärung, die als Grundlage für die umfassende Erklärung dient,
der umfassenden Erklärung, basierend auf Ursache und Resultat,
einem dritten Abschnitt mit den Schlussfolgerungen der Lehren hinsichtlich der guten Qualitäten Buddhas.
Wir befinden uns jetzt noch im zweiten Teil – der umfassenden Erklärung hinsichtlich der Ursachen und Resultate (der guten Qualitäten Buddhas) – mit zwei Teilen:
der erste Teil erklärt, wie Buddha anderen fühlenden Wesen zum Wohle gereicht,
der zweite Teil erklärt, wie Buddha für sich selbst alle Qualitäten des Aufgebens und des Erreichens perfektionierte.
Der zweite Teil dieses Kapitels handelt davon, wie er es getan hat.
Der Abschnitt, wie Buddha zum Wohle anderer handelt, besteht aus zwei Teilen.
Der erste Teil untersucht, wie er sich fühlenden Wesen zeigt.
Der zweite Teil behandelt, wie genau und auf welche Weise er fühlenden Wesen zum Wohle gereicht.
12.-15. Aussichtslosigkeit des Wetteiferns und Grenzenlosigkeit Buddhas
Wir haben den Teil, wie er sich fühlenden Wesen zeigt, bereits abgeschlossen, und beginnen also jetzt mit dem zweiten Teil, der die Besonderheiten beschreibt, wenn man vor ihn tritt, und den Überblick. Die Besonderheiten haben wir in den letzten Unterweisungen besprochen. Wir haben gesagt, dass manche Menschen sich Buddha mit reiner Absicht nähern, mit großer Hingabe und Vertrauen oder aber, um wettzueifern. Hingabe ist die Quelle unzähliger guter Qualitäten, wetteifern verblasst oder geht ins Leere, da es angesichts Buddhas Größe und Glanz nicht möglich ist.
Niemand erreicht seine Größe und Qualität, auch nicht ein Shravaka, Pratyekabuddha oder Bodhisattva. Auch Maudgalyāyana konnte keine Grenzen von Buddhas Sprache, Körper und Geist bemessen. Die Grenzenlosigkeit korrespondiert mit der angehäuften unermesslichen Menge an Verdienst.
16.-29. Unterweisung aller fühlenden Wesen und Krönungsmethode der Boddhisattvas
Nun befinden wir uns im Abschnitt des Überblicks.
In diesem speziellen Abschnitt steht geschrieben, er sei der Lehrer verschiedener und aller fühlenden Wesen ohne jegliche Ausnahme. Deshalb unterweist er jedes einzelne Lebewesen ohne Grenzen von Raum oder Zeit. Wenn Buddha die Wesen im Samsara und dem Leid unterworfen sieht, entwickelt er unermessliches Mitgefühl mit seinem Körper, seiner Rede und seinem Geist. Er hilft mit geeigneten Mitteln und lehrt immerfort den Pfad.
Im Sutra wird Buddha als Vater der Bodhisattvas, König der edlen Menschen und als Kapitän jener, die „nach der Stadt Nirvana, der Befreiung, reisen“, beschrieben.
Es folgen Beschreibungen der Bodhisattvas, die entschlossen Erleuchtung anstreben, sie sind Meister des Dharma und beschützen Wesen, die gezähmt werden sollen, jedoch „ausgelassen“ wurden. Sie entstammen der Familienlinie der Eroberer und sind Erben Buddhas. Warum? Weil sie „am Bodhicitta festhalten und an den Geschicklichkeiten Wesen zu beschützen und zu zähmen“.
Was heißt das „ausgelassen“? Es geht um die Personen, die Buddha im realen Leben nicht von Angesicht zu Angesicht getroffen und Belehrungen erhalten haben.
Gleich darauf wird gesagt, dass die Bodhisattvas diejenigen sind, die geeignet sind durch die Krönungsmethode der unfassbaren Weisheit geführt zu werden.
Bodhisattvas handeln als Erben der Buddhas und sind durch diese bevollmächtigt. Dieser Vorgang wird „die Krönungsmethode der unfassbaren Weisheit“ genannt. Bodhisattvas werden Söhne der Eroberer genannt, da sie ähnlich wie ein Prinz und Sohn eines Königs vollumfängliche Verantwortungen für die Menschen innehaben.
Weiter heißt es, dass der Tathāgata für Bodhisattvas ihren Familiensamen aktiviert. Er ist wie der Vater, da er den „Samen pflanzt“, wie auch den Samen der 84.000 Dharma-Lehren. Nach dem Wachsen des Verzichts und der Verwirklichung auf der 10. Bodhisattvastufe vollziehen die Buddhas die Bevollmächtigung und Krönung eines Bodhisattvas zu einem Dharma-König, einem wirklichen Buddha. Die Geschöpfe ihrerseits werden mittels Bodhicitta zu Bodhisattvas zu guter Letzt der 10. Stufe und zu einem Dharmakönig gekrönt. „Das bezeichnet man als die große Ermächtigung der Strahlen des Lichts – ٔod zer chen po dbangs. Es wird durch den Buddha gegeben, und macht sie selbst zu Buddhas. Das ist der Grund, warum man Buddha den Vater nennt.“
30.-47. auf den Pfad bringen und die dazugehörigen Aktivitäten Buddhas
Er bringt die Wesen auf den Pfad, lässt sie ihn weiterverfolgen und ihn vollenden, ob als Shravaka, Pratyekabuddha und voll erleuchteter Buddha. Er ist wie ein Kapitän und bringt sie ans andere Ufer der Befreiung aus dem riesigen Ozean des Samsara auch wirklich zur Stadt Nirvana.
Nun zu den Aktivitäten Buddhas mit Körper, Rede und Geist. Weisheit ist die hauptsächliche Methode des Geistes zugunsten derjenigen, die gezähmt werden sollen.
Er benutzt primär die zehn Kräfte des Tathagatas zur Verwirklichung der Fürsorge für andere:
1. Wissen, was möglich ist und was nicht, bspw. was zum Glück führt und was nicht,
2. das Ergebnis von Handlungen (Karma) zu wissen und das Heranreifen von Handlungen in feinsten Details zu kennen,
3. die Kenntnis der Verschiedenheit der Phänomene, (auch die Kenntnis des menschlichen Strebens)
4. alle unterschiedlichen Fähigkeiten verschiedener Schüler kennen
5. die Kenntnis der höheren und geringeren Aufnahmefähigkeit
6. die Kenntnis des überall hinführenden Pfades
7. die durch Perfektion von Meditation, Befreiung, Samadhi und Gleichmut erreichte Kenntnis des Ursprungs der Kleshas,
8. die eindeutige Rückbesinnung auf frühere Leben,
9. Kenntnis der Befleckung jedes einzelnen Wesens samt des Wissens ihrer Beseitigung.
47.-52. damit korrespondierende vier authentische Einsichten
Während Buddha so den zu zähmenden Wesen den Dharma zeigt hat er vier authentische Einsichten:
1. Kenntnis des Dharma ohne jegliche Verwirrung,
2. Einsicht in die Bedeutung des Dharma,
3. Einsicht in die Terminologie, in die Wörter des Dharma,
4. die Lehre des Dharma mit Zuversicht und ohne Zögern verbreiten.
53.-63. Unvorstellbarkeit der Weisheiten, relative und absolute Wahrheit und Tiefgründigkeit
Die Weisheit Buddhas sind in fünf Aspekte geteilt. Die Zeit wiederum unterscheidet sich in drei Weisheiten: die Weisheit der Vergangenheit, die der Gegenwart und die der Zukunft (Zeiten ohne Hindernisse).
Diese Weisheiten führen uns zu den Weisheiten der Kenntnis der Tiefgründigkeit und des Ausmaßes, Tiefgründigkeit als Wissen um die Natur des Geistes, das Wissen wie die Dinge wirklich sind. Die Kenntnis des Ausmaßes ist das Wissen der Dinge im einzelnen.
Vom Blickpunkt der zwei Wahrheiten ist das Verständnis der Tiefgründigkeit der Phänomene die absolute Wahrheit, und das Verständnis des Ausmaßes der Phänomene ist die relative Wahrheit.
Die zwei Wahrheiten hängen immer zusammen, sie sind wie zwei Aspekte einer Weisheit, sie sind niemals getrennt. Das Ergebnis ist die selbstentstehende Weisheit, die Kenntnis aller Aspekte vereinigt als nur eine Sphäre, als einzelne Weisheit, die alles umfasst.
Buddha hat Kenntnis jedes einzelnen Phänomens in den zehn Richtungen und den vier Zeiten.
„Es heißt, dass Buddha alles weiß, was gewusst werden kann; seine Weisheit ist unermesslich, weil diese Dinge unermesslich sind.““ Aus diesem Grund heißt es in der Sutra, seine Weisheit sei unergründlich (unvorstellbar).“ Ferner ist seine Zuversicht unbegreiflich. Er würde unzähligen Wesen gleichzeitig auf unterschiedliche Fragen in ihren eigenen Sprachen antworten können.
„Es heißt in einigen Kommentaren, dies sei die Erklärung der erleuchteten Aktivität der Sprache, aber die Ursache der Rede ist die erleuchtete Aktivität des Geistes.“
Frage:
Zitat Ziffer 58 der Übersetzung: “Wenn wir diese zwei Aspekte (Tiefgründigkeit der absoluten Wahrheit und Verständnis des Ausmaßes der Phänomene als relative Wahrheit) zusammenfassen, dann nennen wir das Ergebnis die selbstentstehende Weisheit, die Kenntnis aller Aspekte vereinigt als nur eine Sphäre, als einzelne Weisheit, die alles umfasst.“(Zitatende, Klammer von mir)
Frage: Entspricht diese vereinigte Weisheit der Vorstellung von „alles ist von einem Geschmack“?